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Sheriff: kleiner Kater - großes Leid

Wir waren bei einer Neurologin...

Sheriff, Putzi, Purtzel, Chefchen, Pixarlampe, Schirmkatze oder Wackelpeter. Der kleine Mann ist unter vielen Namen bekannt. Sheriffs Geschichte beginnt im September 2024 als er im Tierheim Berlin als krankes Fundtier aufgenommen wurde. Ich habe nie Bilder gesehen, mir wurde sein Zustand jedoch beschrieben. Sheriff kam fast ohne Fell, blutig & mit Wunden übersäht im Tierheim an. Man hatte angenommen, er hatte einen Unfall. Es stellte sich heraus, dass der Kater sich selbst das Fell vom Leib gekratzt & geleckt hat. Man hat ihn unter Kortison gestellt, Allergiefutter gegeben, einen Schirm umgemacht & sogar die Krallen mit Kappen beklebt. Sheriff hat sich nicht aufgehört zu kratzen. Dadurch war er natürlich gestresst, außerdem lebte er lange in Quarantäne im Tierheim. Das Tierheim Berlin hat dann eine Pflegestellen gesucht, wo er Ablenkung hat, spielen & wieder Muskeln aufbauen kann. Im Frühjahr 2025 kam Sheriff dann zu uns. dieser Kater ist untypisch Katze: er liebt den Menschen, er will innigen Kontakt & begleitet Dich fast wie ein Hund. Den Schirm haben wir immer mal versucht zu entfernen, haben an der Dosis des Kortisons geschraubt, das Futter gewechselt, aber bis heute haben wir es nicht geschafft, dass er ohne Schirm & ohne Kortison leben kann. Leider. 

Der Chef lief schon immer komisch & war nie kätzisch unterwegs. Wir haben gedacht, es läge an dem Muskelschwund & an dem Schirm. Manchmal tänzelte er mit seinen Hinterläufen auch seltsam. Aber wir haben das als seine Eigenart angenommen & uns keine Gedanken gemacht. Der Wackelpeter war eben ein Mängelexemplar. Wir kannten ihn nicht anders. Dann ist er schon manchmal weggeknickt, hatte aber nie Schmerzanzeichen gezeigt, oder war sonst weniger aktiv. Und dann war es auch wieder weg. So kam es, dass ich nie auf die Idee gekommen bin, das untersuchen zu lassen. Vor zwei Wochen wurde es dann schlagartig so schlimm, dass klar war: hier liegt etwas Neurologisches vor.

Mittlerweile waren wir bei einer Neurologin, die den Kater ausgiebig untersucht & auch die Videos von Zuhause angeschaut hat. Sie schließt etwas Orthopädisches aus, u.a. weil es doch schon länger anhielt, & hat auch Nebenwirkungen des Kortisons ausgeschlossen. Sie wollte sich nicht äußern, bevor sie nicht das MRT, das Anfang März stattfindet, studiert hat. Dennoch steht spinaler Tumor, entzündetes Rückenmark o.ä. im Raum. Da er schon so lange unter Kortison steht, ist eine triviale Entzündung fast ausgeschlossen. Vielmehr spricht für das langsame Fortschreiten der Symptome, dass ein Tumor durch das Kortison in Schach gehalten wird. Ich versuche das alles zu verdrängen & warte auf das MRT, jedoch bleibt rein logisch kaum etwas Simples übrig, was der kleine Mann haben könnte. Fest steht, dieser Kater will leben, er ist lebensfroh, anhänglich, verliebt in jeden Menschen & einfach besonders. Wir schätzen, dass Purtzel ca. 3 Jahre alt ist, also noch jung. Wir werden alles versuchen, um Sheriff ein schönes Leben zu bereiten, um ihn das Leben zu verlängern, sofern wir denken, dass er es ertragen kann…Ich denke da bspw. an Chemotherapie… Das alles entscheiden wir mit den Ärzten zusammen & immer in Hinblick auf Sheriff: Was kann man ihm zumuten, was hat er davon. Wir rechnen mit Kosten im vierstelligem € Bereich. 

Drückt alle Pfoten & Daumen, dass es doch ganz anders kommt.

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Tierschutzverein Kuschel die Katz e.V.
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