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Ich musste mich im Schuppen einsperren...

Aber von vorn:

Jede Fangstelle ist einzigartig und bietet kleine Hersausforderungen. Manchmal kann man die Falle nicht an der Futterstelle aufstellen, weil sie nicht hinpasst. Oder man stellt die Falle auf, aber der Boden ist nicht plan und die Katze entwischt unten durch. Oder oder oder.

Bei diesem Fall hat sich die Katze in einem Schuppen in der letzten Ecke versteckt. Problem 1: Die Schuppentür kann von innen nicht verschlossen werden. Problem 2: Der Schuppen ist selbstverständlich mit sperrigem Gut verstellt. 

Zunächst habe ich vorsichtig einen Spalt der Schuppentür geöffnet um mit dem Handy Aufnahmen vom Inneren zu machen. Ich konnte keine Katze sehen, also hab ich mich mit Kescher bewaffnet in den Schuppen gewagt. Der Kater hatte sich hinter einer schweren Kiste verbarrikadiert und machte keine Anstalten freiwillig hervorzukommen.

Nachdem ich festgestellt habe, dass meine untrainierten Arme die Kisten nicht verrücken können und ich die Kescher Idee nicht umsetzen kann, habe ich ein Falle geholt. Diese habe ich dann so vor dem Fluchtweg platziert, dass der Kater nicht anders konnte, als reinzugehen. Er hätte noch nach oben abhauen können, aber den Weg habe ich mit dem Kescher versperrt. Insgesamt war es also eine relativ stressfreie Einfangaktion für den Kater. Ohne Stress geht es nie. Wie auch? Die Katze spaziert ungern freiwillig in eine Falle, weil sie weiß, dass ihr geholfen wird. Die Decke über der Falle hilft meistens sofort und die Tiere beruhigen sich. Ich frag mich immer, was in deren Köpfe vorgeht. Ob sie sich ergeben, weil sie denken, das Ende ist nah? Aber das verdränge ich, denn es muss leider sein.

Da wir gerade Umbauten im Haus und folglich keinen Platz aber dafür viel Lärm haben, konnte ich diesen Kater direkt bei einer Tierärztin unterbringen. Die wird ihn untersuchen und natürlich kastrieren. Zum Glück darf der Streuner zurück und wird doch weiterhin versorgt. Schließlich ist das sein Zuhause. 

Bis zum nächsten mal und nicht vergessen: kuschelt die Katz‘!

Jule