* * * Winter is coming * * *
Styropor, Gaffa & Stroh
Jedes Jahr können wir uns weniger über den Winter freuen. Jedes Jahr kommen neue Fangstellen dazu & folglich wissen wir von noch mehr Streunern…Auch wenn wir es gern verdrängen würden, müssen wir helfen, wo wir können. Das Wichtigste sind natürlich trockene, winterharte Behausungen & Futter, Futter & nochmals Futter. Dieses Jahr haben wir durch einen Tipp einer „Hunde“-Tierschützerin eine groooße Menge Styroporboxen geschenkt bekommen. Bester Hinweis ever: Hundebesitzer*innen, die barfen. Die bekommen das Futter in Styroporboxen geliefert & wenn sie seeehr große Hunde haben, sind es auch groooße Boxen :).
Und: wir haben noch eine Quelle für Styroporkisten in der richtigen Größe gefunden: Supermärkte! Die bekommen einige Lieferungen & dürfen die Styroporboxen nicht wieder verwenden – die werden jedes Mal entsorgt. Ökologisch eine Katastrophe, aber Glück für die Streunerlis.
Wir haben die Boxen mit Folie & viiiiieeel Gaffa einigermaßen regenfest gemacht & sie mit Stroh gefüllt. Das Stroh hat vornehmlich die Funktion, Feuchtigkeit, die bspw. durch den Atem entsteht, zu absorbieren, damit diese bei Minusgraden nicht zu Eis wird. Bei dünnen Kisten legen wir noch Thermofolie unter das Stroh, die hilft ebenfalls dabei, die Temperaturen über Null zu halten. Die einzige Sorge, die wir haben, sind die Stellplätze:
Wenn die Boxen auf dem Boden stehen, könnte es zu kalt sein & wenn sie nicht überdacht sind, können sie durch Regen/Schnee nass werden. Dann schimmelt das Stroh, die Boxen werden nicht mehr trocken & sind nicht mehr zu gebrauchen.
Sofern es möglich ist, stellen wir sehr gern unter ein Schleppdach, in eine dichte Hecke oder wo es sonst noch trocken ist. Aber das ist nicht die Herausforderung: Diese besteht darin, Menschen zu finden, die es erlauben, die Boxen auf ihr Grundstück zu stellen…Ihr habt richtig gelesen.
Bspw. in einer Gartensiedlung, in der wir seit Jahren Katzen fangen & kastrieren lassen: dort möchte niemand solche Styroporkisten zu stehen haben. (Im Winter, wenn ohnehin niemand vor Ort ist). Vom Füttern brauchen wir gar nicht erst zu reden. Unsere Tierschutzfreundin fährt jeden einzelnen Tag, 365 Tage im Jahr, 40 km am Tag zu 13-15 Streunerlis, um sie zu füttern. Es werden gerade mehr – so ist es jedes Jahr. Denn: im Sommer werden die Katzen hier & da noch versorgt, aber im Winter, wenn niemand mehr in den Gärten ist, gibt es nur noch diese eine Futterstelle. Und die spricht sich bei den Streunern rum, weshalb in der kalten Jahreszeit „neue“ Katzen auftauchen.
Ein Gutes hat es: Wir wissen von den Streunern & können sie fangen & kastrieren lassen.





